Meditation – The Zen of Cranio


Welche Bedeutung hat die Kunst der Meditation für Cranio?

Ein meditativer bzw. tiefenentspannter Zustand des Cranio-Behandlers ist ein wesentlicher Wirkfaktor im Prozess einer Cranio-Session. Der Grund dafür ist wohl am leichtesten mit einer simplen Analogie aus der Physik erklärt: Wenn man heißes Wasser kühlen möchte, so leert man am Besten so lange kaltes Wasser hinzu, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist. Ein ähnliches Ziel verfolgt der Behandler bei einer Cranio Sitzung.
2 Menschen, 2 Felder oder 2 Systeme treffen sich.  Einer der beiden Teile hat die Aufgabe, durch sein Wirken das andere zu regulieren und zu beruhigen. Oftmals leiden Menschen, die sich mit Cranio behandeln lassen wollen, unter Mischformen von körperlichen, emotionalen und mentalen Stress. Sie sind – um bei unserem Bild zu bleiben – erhitzt. Der erfahrene Behandler erkennt diesen Zustand und nimmt ihn wertfrei wahr. Er behält einen kühlen Kopf, einen klaren Fokus, ein wohlwollendes Herz, einen entspannten Bauch, erdet sich mit liebevoller Präsenz in den Beinen und bildet auf dieses Weise einen kühlenden Pol zu seinem Gegenüber. Die Auswirkungen dieser Vorgehensweise können vom Gegenüber als revitalisierende Prozesse auf verschiedenen Ebenen wahrgenommen werden. Die Qualität dieser Prozesse hängt maßgeblich von der Meditationspraxis des Behandlers ab, denn es erfordert eine Menge Hingabe und Disziplin, um Geist und Körper jederzeit in einen Zustand der inneren Versenkung zu versetzen. Das bedeutet weiters, dass Cranio aufgrund seiner Verwebungen mit der Meditationskunst, als eine Form der spirituellen Arbeit betrachtet werden kann. Für Behandler und Behandelten gleichermaßen. Der Behandler muss sich, wenn sein erklärtes Ziel darin besteht andere wahrhaftig zu unterstützen, intensiv mit seinen eigenen Lebensthemen auseinander setzten. Für den Behandelten ergibt sich aus dieser bereits geleisteten Arbeit, die Chance seine eigene Spiritualität wieder neu zu entdecken und von den bereits gemachten Erfahrungen des Behandlers zu profitieren.

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Alexander Gröbner, BA